Gut zu sehen: die roten Stellen an den Schenkeln
Connor ist leider kein gesunder Hund.
Kurz nach dem ich ihn bekommen habe ist er geimpft und kastriert worden. Kurz danach fing er an sich auffällig oft zu kratzen und Pusteln zu bekommen.
Zuerst habe ich an eine Getreideallergei gedacht und habe das Futter der Vorbesitzer als Vorwand genommen, bei mir hat er ein hochwertiges Futter bekommen.
Es folgte der Gang zum Tierarzt und die Behandlung gegen Parasiten. Ohne Erfolg.
Eine Blutuntersuchung brachte nur den Hinweis, dass das Immunsystem gegen eine Allergie arbeitet. Weiterführende Untersuchungen wollte ich mir und dem Hund ersparen.
Eine Umstellung auf BARF mit Rindfleisch brachte nur kurzzeitig Besserung. Inzwischen war zum Kratzen eine ständige Benagerei gekommen, die das Fell an den betroffenen Stellen schon rot werden ließ. Zu dem wurde das Fell struppig, der Hund nahm ab und hatte oft dünnen Kot.
Komischerweise hat es seiner Arbeitsfreude keinen Abbruch getan und wir haben in einer seiner doch recht schlimmen Zeiten im April 2009 die BH recht gut bestanden.
Ich bin kein Freund von Experimenten und wollte auch nicht ständig zum Tierarzt mit Connor um Tests durchführen zu lassen. Laut Recherchen im Internet bringen Allergietests beim Hund herzlich wenig und sind obendrein noch sehr teuer.
Also habe ich Connor mit zwei verschiedenen Futtersorten gefüttert, die er relativ gut vertragen hat.
Ein Plastikkragen diente in meiner Abwesenheit als Schutz vor dem Benagen. Da Connor den sehr gut akzeptiert hat, war das zum Glück nie ein Problem.
Anfang 2011 dachte ich mir nur, dass es so nicht weitergehen kann. Connor hatte sich nämlich zwei Stellen kurz nacheinander bis aufs Blut aufgekratzt.
Nach dem Besuch beim Tierarzt und einer Kortisonspritze (die erste in seinem Leben) ging es ihm ein paar Wochen sehr gut. Da das aber nicht die Lösung sein konnte und der Tierarzt sagte, dass Allergien sehr schwer zu behandeln sind, habe ich mich endlich für eine Ausschlußdiät entschlossen. Die Komponenten sind Pferdefleisch und Nudeln, da Connor Kartoffeln nicht verträgt.
Von dem Zeitpunkt an ging es ihm richtig gut und ich ärgere mich, dass ich das nicht schon eher gemacht habe.
Hat er vorher sehr viel Trockenfutter bekommen müssen um nicht abzunehmen, bekommt er jetzt nur noch 500 g Pferdefleisch am Tag mit Nudeln und Karottenpellets. Im Urlaub kann ich zum Glück auf eine Reinfleischdose zurückgreifen.
Der Juckreiz ist weg, man kann ihn wieder streicheln, ohne dass er sich gleich kratzen muss. Pusteln haben sich keine mehr gebildet und das Gewicht ist in Ordnung. 2009 hat er in seinen schlechten Zeiten nur 28 kg gewogen, zur Zeit liegt sein Gewicht bei ca. 33 kg.
Trotzdem, Kragen und Schuhe sind beim Alleinsein seine ständigen Begleiter.
Aktuell verliert Connor gerade Unmengen an Fell, vor allem Deckhaar an Rute und Rücken. Er sieht zwar ziemlich Licht aus an einigen Stellen, aber bei genauerem Hinsehen sieht man, dass die Haare an den Stellen schon nachgewachsen, nur eben noch nicht so lang sind.
Neuer Stand vom 08.11.2011:
Das Fell ist schön nachgewachsen.
Stand vom 17.11.2011:
Connor geht es hautmäßig zur Zeit sehr gut. Keine Pusteln oder stark juckende Stellen.
Der letzte Besuch beim Tierarzt brachte auch ein zufriedenstellendes Gewicht von knapp 34 kg zu Tage.